Mini-Recap vom Content Strategy Camp 2017

Mini-Recap: Content Strategy Camp 2017

Vor 2 Wochen fand das #cosca17 auf dem Mediencampus der Hochschule Darmstadt statt: Mein erstes Content Strategy Camp und gleichzeitig mein erstes BarCamp überhaupt. Viel hatte ich in den vergangenen Jahren über diese Art Veranstaltung gelesen, entweder in Recaps oder live auf Twitter.

Die Vorfreude war dementsprechend groß. Verstärkt wurde selbige noch durch die Tatsache, dass sich einige Freunde für das Camp angekündigt hatten, die ich bis dato nur aus der Online-Welt kannte.

Und was soll ich sagen? Der Besuch hat sich mehr als gelohnt. BarCamps sind genau mein Ding. Für die, die es noch nicht kennen:

Eine kurze BarCamp Einführung:

Anders als bei den großen Konferenzen stehen die Themen eines BarCamps vorher noch nicht fest. Alle „Sessions“ (das können Präsentationen, Workshops oder Diskussionsrunden sein) werden zu Beginn der Veranstaltung von den Session-Anbietern kurz vorgestellt. Die anderen Teilnehmer stimmen dann per Handzeichen darüber ab, wie sehr sie sich für das jeweilige Thema interessieren. Daraufhin wird der Sessionplan geschrieben, welcher das Programm für den Tag bildet.

Die großen und detaillierten Zusammenfassungen überlasse ich an dieser Stelle den Recap-Profis. Ich möchte über die Dinge schreiben, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind:

„Relevanz ist nicht gleich Reichweite.“ – Uwe Knaus

Uwe Knaus, verantwortlich für Corporate Website & Blog bei der Daimler AG, brachte es auf den Punkt… und die Session-Teilnehmer direkt auf seine Seite. Zu viele Geschäftsführer starren noch auf zu viele blanke Visits einer Unternehmensseite. Aber darauf kommt es heute nicht mehr an.

Wir wollen nicht mehr möglichst viele Besucher auf unserer Website haben. Wir wollen die Besucher auf unserer Website haben, für die wir die Inhalte überhaupt erstellen. Oder anders ausgedrückt: Relevante Inhalte für das relevante Publikum.

„Social Media Visuals über Online-Umfragen testen.“ – Daniel Kostyra

Eine weitere sehr informative Session behandelte das Thema „Media + Testing = Yeah.“ Neben vielen interessanten Eindrücken über die Arbeit mit Facebook Ads gab Daniel Kostyra von der Cocomore AG einen sehr großartigen Tipp: Vor einem Pitch einfach mal die Möglichkeiten einer Online Umfrage vor Testpublikum nutzen, um Social Media Creatives zu testen, bevor man sie final im Pitch präsentiert. Grandiose Idee!

„Die Durchschauquote als wichtige KPI für Stories.“ – Christian Müller

Die für mich persönlich interessanteste Session des Tages kam von Christian Müller. Seine Beiträge über diverse Kanäle verfolge ich schon länger und wusste daher auch, wie fit er auf dem Gebiet des „Ephemeral Contents“ ist. Damit gemeint ist kurzlebiger Content, wie man ihn aus Snapchat oder Instagram Stories kennt und der für gewöhnlich nach 24 Stunden wieder verschwindet. Die Durchschauquote als wichtige KPI für Stories zählt sicherlich zu den Punkten, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Weiterhin erklärte Christian, dass er Instagram Stories ab und zu als Trainings-Tool für Storytelling einsetzt. Nämlich dann, wenn er Kunden auf einem Privat-Account eine Story erstellen lässt, die von ihren Arbeitskollegen auf Anhieb verstanden werden muss. Montagsmaler mit Instagram Stories, sozusagen. Werde ich mit Sicherheit in Zukunft auch mal testen (lassen). Weitere interessante Aussagen betrafen die Reaktionszeit auf Stories, die bei professionellem Einsatz bei maximal 1 Stunde liegen sollte oder seine Range von durchschnittlich 7 bis 15 Einzelbeiträgen pro Instagram Story bzw. 5 bis 25 Beiträgen bei Snapchat.

Man merkt: Auch nach 2 Wochen hält meine Beigeisterung für meinen ersten BarCamp-Besuch an. Es steht fest, dass ich im nächsten Jahr beim Content Strategy Camp 2018 auch wieder dabei sein werde und zusätzlich mit Sicherheit noch das ein oder andere BarCamp meinen Weg kreuzen wird.

Ich kann jedem, der diese Art von Veranstaltung noch nicht kennt, absolut ans Herz legen, es wenigstens auf einen Versuch ankommen zu lassen.

In diesem Sinne.

Stay gold.

Dennis

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Dennis

Dennis ist Inbound Marketing Manager bei "Des Wahnsinns Fette Beute", der Agentur für Markenführung von Familienunternehmen. Mit mehr als 10 Jahren Agentur-Erfahrung fokussiert er sich heutzutage auf strategisches Online Marketing mit Fokus auf Social Media und Content Marketing Kampagnen entlang der Buyer's Journey.

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